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Fragen zur IT-Projektleitung

Projektleitung – das ist doch kein Aufwand. Kann das nicht eines der Teammitglieder miterledigen?

Erlauben Sie eine Gegenfrage: Kann nicht einer der Abteilungsleiter eines Unternehmens den Job des Geschäftsführers miterledigen?
Antwort: Im Vertretungsfall, für eine kurze Zeit oder in einem sehr kleinen Unternehmen vielleicht.

Aber wie die Führung eines Unternehmens bedeutet auch die Leitung eines (IT-)Projektes mehr, als die Abarbeitung der Aufgaben zu überwachen und Rechnungen gegenzuzeichnen. Der Projektleiter ist verantwortlich für den Weg, auf dem das Projektziel erreicht wird, er motiviert und führt das Projektteam und sorgt für dessen „Kundenorientierung“, er achtet darauf, dass das Projekt im oft zitierten „magischen Dreieck“ aus Qualität, Budget und Zeit bleibt.

Jemand, der die Projektleitung und dazu auch noch operative Aufgaben im Projekt wahrnimmt, mag den Überblick behalten, so lange alles gut läuft. Aber fordert einer der beiden Bereiche einmal seine volle Aufmerksamkeit und Kompetenz, wird er sich dort hineinvertiefen und nicht mehr mitbekommen, wenn auf der anderen Seite etwas schiefgeht.

Externer oder interner Projektleiter?

Es ist die Frage des Unternehmers: Make or buy – Zukaufen oder selber machen? Ab einer gewissen Firmengröße bzw. Projektfrequenz lohnt sich ein eigener hauptberuflicher Projektleiter in Ihrem Unternehmen aus Kostensicht (siehe die nächste Frage), aber Sie werden unter Umständen auch noch andere Punkte berücksichtigen wollen, z.B. Ausbildungsqualität, Zeit, Verfügbarkeit oder Ihre Unabhängigkeit von Dienstleistern.

Den eindeutigen Vorteilen der Fokussierung und Flexibilität stehen eventuelle Nachteile in Form von Abhängigkeit und Kompetenzverlust gegenüber. Eine pauschale Antwort gibt es hier nicht – aber wenn Sie mir Ihren Fall kurz schildern (unten auf der Seite ist ein Kontaktformular), gebe ich Ihnen gern meine Einschätzung zu Ihrer individuellen Situation.

Ist ein externer Projektleiter teurer oder billiger als ein interner?

Eine Studie der Fachhochschule Ludwigshafen im Auftrag der Etengo AG hat 2013 gezeigt, dass IT-Freelancer im Kosten-Nutzen-Vergleich bis zu 25 Monate lang günstiger sind als die Einstellung neuer Festangestellter.

Das heißt, bis zu zwei Jahre lang kostet der externe auch nicht mehr als ein interner Projektleiter – inklusive dessen Arbeitgeberanteil, Sonderzahlungen, Raummiete, Heizung, Arbeitsplatzausstattung, Netzwerk, Strom, Qualifizierung und Weiterbildung, Einarbeitungszeit, Dienstreisen, Urlaub und Krankheit. Und in der Zeit, in der Sie ihn nicht brauchen, kostet er Sie gar nichts. :-)

Muss ein Projektleiter zertifiziert sein?

Bei einem Projektmanager, der beispielsweise nach PRINCE2, GPM, PMI oder einem der im ERP-Umfeld üblichen Verfahren wie z.B. SAP IMG, Infor OnePoint oder Microsoft SureStep (das Microsoft-Pendant zu PMI) zertifiziert ist, können Sie davon ausgehen, dass er von den gängigen Projekttechniken zumindest schon mal gehört hat. Die Verständigung oder die Eingliederung in eine entsprechende Projektumgebung fällt leichter, weil man ein festgelegtes Vokabular benutzt und die Vorgehensweise kennt, und viele Werkzeuge oder Formblätter müssen nicht neu erfunden werden.

Die Zertifizierung gibt aber keine Garantie dafür, dass der Kandidat / die Kandidatin in der Lage ist, das Erlernte auf Ihr individuelles Projekt anzupassen, und DARAUF KOMMT ES AN. Glauben Sie nicht den Zertifikaten allein – lassen Sie sich von seiner/ihrer Vorgehensweise und Erfolgen in früheren Projekten berichten, und machen Sie sich ein eigenes Bild.

 

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